Die Soziale Konditionierung von Jungen und Mädchen während der charakterbildenden Jahre wirkt sich auf geschlechterbezogene Rollen und Verhaltensweisen aus, welche Einfluss auf Gewaltmuster und Viktimisierung haben können, die sich im weiteren Leben fortsetzen. Daher ist die Förderung eines gesunden Umgangs mit Geschlechterrollen unter Jugendlichen der Schlüssel zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt und zur Schaffung gleichberechtigter Beziehungen, bei denen Konsens (einvernehmlicher Zustimmung/Sex) respektiert wird.

Das CONSENT-Projekt (Combating ONline early access to Sexually explicit material and ENhancing Tools to foster youngsters’ healthy intimate relationships) zielt auf Folgendes ab:

●          Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt unter Jugendlichen, mit Schwerpunkt sexueller Gewalt

●          Den Internet-Einfluss auf Früh- und Hypersexualisierung und Sexismus verhindern, sowie Online-Gewalt gegen und unter Kindern und Jugendlichen vorbeugen

●          Förderung gesunder Geschlechterrollen, Gleichstellung und einvernehmliches Verhalten von Jugendlichen in Peerbeziehungen, um ihre emotionale Entwicklung und ihr Wohlbefinden zu schützen

Unsere Arbeit

Das CONSENT-Projekt wird:

●          Eltern und Betreuer über den einfachen Zugang für Kinder zu sexuell explizitem Material informieren, dadurch den frühen Kontakt verhindern und eine gesunde sexuelle und emotionale Entwicklung der Jugend unterstützen,

●          Das Wissens von Lehrern und Erziehern über Online-Missbrauch verbessern, diesen gemeinsam mit Jugendlichen erkennen und bekämpfen, ihre emotionale Entwicklung fördern und ihre Gesundheit schützen,

●          Das Bewusstsein bei Jugendlichen schärfen, über Geschlechterrollen und Stereotypen, über sexuellen Konsens (einvernehmliche Zustimmung) und die Auswirkungen von Pornografie auf intime Beziehungen, um sie damit zu befähigen kritische Akteure zu werden,

●          Das Engagements von Organisationen, wichtiger Interessenträger und IT-Experten verbessern, um die Online-Sicherheit für Kindern zu gewährleisten und die gesunde Entwicklung von Jugendlichen zu fördern, durch die Entwicklung von Maßnahmen, Instrumenten und Strategien.

Die CONSENT-Programme und Hilfsmittel für Eltern, Lehrer und Jugendliche werden in fünf Sprachen (Englisch, Italienisch, Spanisch, Katalanisch und Schwedisch) und zur Verbreitung in ganz Europa bereitgestellt. Darüber hinaus, wird CONSENT eine Kampagne für Jugendliche realisieren, kritische Akteure (Vertreter) zu werden und eine Kampagne für Erwachsenen-Bereitschaft (Erwachsenenbildung), um die Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter und den Schutz von Kindern in ganz Europa zu verbreiten.

Outputs

  • CONSENT Programm zum Aufbau von Inhalten und Handbuch für Eltern/Betreuer und Lehrer/Erzieher
  • CONSENT emotionales Bildungsprogramm, Handbuch und Toolkit für Jugendliche
  • CONSENT Hilfsmittel für Fachleute und Multiplikatoren: Abbildung von Best Practices, Leitlinien für Fokusgruppen
  • CONSENT institutionelle Richtlinien

Projekt Team

  • Fundación Blanquerna, Forschungs- und Bildungsorganisation an der Fakultät für Psychologie, Erziehungs- und Sportwissenschaften der Ramon-Llull- Universität, Spanien – Koordination und wissenschaftliche Unterstützung
  • Conexus, Associació CONEXUS Atenció, Formació i Investigació Psicosocial, gemeinnützige NRO mit Schwerpunkt auf geschlechtsbezogener Gewalt, welche Interventionsprogramme für Frauen, Kinder und Jugendliche sowie für männliche Täter anbietet, Spanien
  • CAM, Centro di Ascolto Uomini Maltrattanti Onlus, NRO und Täterprogramm, mit dem Schwerpunkt auf Intervention bei Gewalt gegen Frauen und Kinder, durch Förderung der Arbeit mit Männern, die in emotionalen Beziehungen gewaltsam handeln, Italien
  • Unizon, vertritt über 130 schwedische Frauenhäuser, Empowerment-Zentren für junge Frauen und andere Unterstützungsdienste, welche sich gemeinsam für eine geschlechtergerechte Gesellschaft ohne Gewalt einsetzen, Schweden
  • Kaspersky, globales Unternehmen für Cybersicherheit und digitale Privatsphäre
  • WWP EN, europäisches Netzwerk für die Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt, Deutschland und Europa

Ein externer Beirat wird das Team beaufsichtigen und unterstützen

  • Marianne Hester, Professorin an der Universität Göteborg, Schweden, Professur in geschlechtsspezifischer Gewalt & Internationale Politik, Universität Bristol
  • Anna Lindqvist, Leiterin von Män, Schweden, Expertin in Geschlechterpädagogik und Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt unter Jugendlichen
  • Rosanna Di Gioia, Italien, Forscherin zu Online-Sicherheit und Prävention sexueller Ausbeutung von Kindern, in der Abteilung Cyber & Digital Citizens‘ Security, am Joint Research Center

Quellen

Medien Kontakt (Ansprechpartner)

Berta Vall - FPCEE Blanquerna, Ramon Llull University - bertavc(at)blanquerna.url.edu 

Dimitra Mintsidis – WWP European Network – d.mintsidis(at)work-with-perpetrators.eu

Last changed: 29.09.2022