Die Notwendigkeit einer effektiven Zusammenarbeit zwischen Täterprogrammen und Diensten zur Unterstützung von Opfern ist eine der Schlüsselstrategien zur Prävention und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt, im Zusammenhang der Zunahme häuslicher Gewalt durch die COVID Notmaßnahmen. Eine der größten Herausforderungen für Dienstleister während COVID bestand darin, dass die Umstellung auf Online-Arbeit es schwierig machte, Risiken genau zu erkennen und für Opfer Schutzmaßnahmen anzusetzen. Dort, wo eine Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern und anderen Interessenvertretern stattfand, half die Entwicklung konstruktiver Lösungen, bei der Bearbeitung der Fälle.

In diesem Zusammenhang konzentriert sich das ASAP 2.0-Projekt auf die Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt, indem es sich mit Maskulinität und dem Engagement von Männern und Jungen befasst. Dieses Projekt ist als Folgeprojekt zum ASAP Projekt gedacht und zielt darauf ab, die Effektivität von Aufklärungsprogrammen für Täter durch die Implementierung eines systemischen Ansatzes zu steigern, welches auf den experimentellen Methoden von ASAP aufbaut.

Unsere Arbeit

ASAP 2.0 wird die im Rahmen des Projekts ASAP geleistete Arbeit so schnell wie möglich erweitern und ausbauen, um die Kompetenzen von Täterprogrammen, Opferunterstützungsdiensten und relevanten Interessengruppen zu verbessern und eine effektive Zusammenarbeit zur Behandlung von Tätern und zur Verringerung der Risiken für Opfer gewährleisten zu können.

Das Projekt wird:

  • Partner Mitarbeiter, durch gemeinsame Aktivitäten beim Aufbau besserer Fähigkeiten schulen.
  • wird bestehende Instrumente zur Bekämpfung von Cyber-Gewalt, zum Kinderschutz und COVID-bezogenen Problemen aufrüsten und verbessern, einschließlich eines Modells für eine behördenübergreifende Kooperationsvereinbarung
  • wird das Protokoll in Italien, Bulgarien, Griechenland und Zypern steuern
  • wird nationale kapazitätsbildenden Maßnahmen entwickeln, die darauf abzielen, das Protokoll in den beteiligten Ländern zu erweitern.
  • wird das Thema unter nationalen und europäischen Interessenvertretern verbreiten

Das Projekt wird verbesserte Tools für die Zusammenarbeit zwischen Täterprogrammen, Opferunterstützungsdiensten und anderen Diensten in englischer, deutscher, bulgarischer, griechischer und italienischer Sprache, sowie ein EU-weit replizierbares Programm zum Aufbau von Kapazitäten bereitstellen.

Outputs

  • Programme und Tools zum Aufbau der Fähigkeiten
  • Nationale Empfehlungen zur Täterarbeit in der behördenübergreifenden Zusammenarbeit
  • Feinabstimmung des ASAP2-Protokolls und MSA (multiple behördenübergreifende Kooperationsvereinbarung)

Projekt Team

Das ASAP 2.0 Projekt wird von einem internationalen und interdisziplinären Team entwickelt, bestehend aus:

  • UCPU, Una Casa per l’Uomo, NRO spezialisiert auf die Prävention und Bekämpfung von GBV und IPV, Italien
  • Association NAIA, NRO in der Region Targovishte, welche darauf abzielt, die Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Bereichen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens zu fördern, Bulgarien
  • UWAH, NGO active in the promotion and protection of women’s and children rights; while also engaging with raising awareness and advocating for human rights at local, national and European level, Greece
  • APHVF/SPAVO, Verein zur Prävention und zum Umgang mit Gewalt Familien, ist eine NRO, die Opfer und Täter von geschlechtsspezifischer Gewalt unterstützt und Sensibilisierungsmaßnahmen für die breite Öffentlichkeit durchführt, Zypern
  • WWP EN, europäisches Netzwerk für die Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt, Deutschlnd und Europa

Ressourcen (Hilfsmittel)

Kontakt

Dimitra Mintsidis – WWP European Network – d.mintsidis(at)work-with-perpetrators.eu

Last changed: 29.09.2022